Die Akte der Luisa de Agostini

Eine Frau zwischen Wohlfahrt und Bevormundung

Eine Frau zwischen Wohlfahrt und Bevormundung Luisa De Agostini, eine junge ledige Mutter, wehrt sich in einem Brief an die Amtsvormundschaft Zürich für ihre Tochter Carla. Das Schicksal dieser Frau wäre längst in Vergessenheit geraten, hätte nicht der entstehende Sozialstaat sich ihrer angenommen, was zur Produktion einer Unmenge von Akten führte. Eine Frau zwischen Wohlfahrt und Bevormundung Luisa De Agostini, eine junge ledige Mutter, wehrt sich in einem Brief an die Amtsvormundschaft Zürich für ihre Tochter Carla. Das Schicksal dieser Frau wäre längst in Vergessenheit geraten, hätte nicht der entstehende Sozialstaat sich ihrer angenommen, was zur Produktion einer Unmenge von Akten führte.

Zukunft bilden

Die Geschichte der modernen Zürcher Volksschule

Zwischen Katechismus und multifunktionalem Klassenzimmer – eine moderne Geschichte der Zürcher Volksschule vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

 

An 14 spannenden Themen wird die Geschichte und die Entwicklung der Volksschule nachgezeichnet. Ob Lehrmittel, Lehrplan, Feminisierung, Standespolitik, Religion, Architektur oder Verwaltung, alle diese Aspekte des Bildungssystems werden übersichtlich und leserfreundlich dargestellt, ohne den wissenschaftlichen Anspruch preiszugeben. Es wird aufgezeigt, wie eng der Wandel der Schule an gesamtgesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen geknüpft ist und wie in den einzelnen Bereichen der Schulpraxis auf Reformen und Reformversuche reagiert wird. Der historische Blick auf die Reformierbarkeit der Schule macht das Buch zur unentbehrlichen Grundlage und zu einem wertvollen Nachschlagewerk für die an der Schule interessierte Öffentlichkeit, der Bildungsverwaltung, der Bildungspolitik und vor allem auch der Lehrpersonen.

 

Daniel Tröhler, Urs Hardegger (Hrsg.): Zukunft bilden. Die Geschichte der Volksschule des Kantons Zürich. Zürich, NZZ Libro, 2008, 262 Seiten.

Bis, dass sie wissen, dass sie nichts wissen

Gründung und Persistenz des Evangelischen Lehrerseminars Zürich

Welche Geschichte erzählen uns pädagogische Organisationen, wenn sie auf ihre Innovations- und Anpassungspraxen hin befragt werden? Der Band untersucht das Phänomen der Persistenz, d.h. des Überlebens einer Einrichtung unter sich wandelnden Kontextbedingungen, als organisationales Lernen.

 

In seinem Beitrag befasst sich Urs Hardegger mit der Gründung des Evangelischen Lehrerseminars aus dem Umfeld der pietistisch ausgerichteten Erweckungsbewegung. Mit der Gründung einer eigenen weltanschaulich ausgerichteten Lehrerausbildungsinstitution versuchten diese Kreise eine Abwehrfront gegen die „Hochflut materialistischer Weltanschauung“ und die „falsche Wissenschaft“ der Evolutionslehre zu bilden.

 

In: Daniel Tröhler, Caroline Hopf, Michael Göhlich (Hrsg.): Persistenz und Verschwinden. Pädagogische Organisationen im historischen Kontext.

Erlangen: VS-Verlag, 2008, S. 119–130.

© 2019 Urs Hardegger